Der Arenal Vulkan ist eine der Attraktionen Costa Ricas, eine Vielzahl von Postkarten und Reiseführern sind mit seinem Motiv bedruckt.
Es wird vermutet, dass der Vulkan zwischen den Jahren 1200 und 1500 sehr aktiv war. Bei den Praekolumbianischen Indianern galt der Vulkan als heilig. Während der Kolonialzeit als spanische Siedler eintrafen, war der Vulkan ruhig und mit Wald bewachsen, heiße Quellen wiesen aber auf seine Anwesenheit hin. Am 29. Juli 1968 erfolgte eine gewaltige Eruption, die Westseite des Vulkans riss auf. 78 Menschen wurden getötet und die Orte Tabacon und Pueblo Nuevo unter Asche, Lava und Staub begraben. Seitdem war der Vulkan mehr oder minder durchgehend aktiv.
Normalerweise kann man mehrere kleinere Eruptionen am Tag sehen, begleitet von herabfließender, rauchender Lava und dem Ausstoß von kleineren Felsbrocken. Ein besonderes Schauspiel bietet sich nachts wenn die rot glühende Lava aus dem Krater sprüht und in Rinnsalen den Vulkan hinabflieβt.
Leider ist die Spitze des Vulkans oft von Wolken verhangen, ein Zustand der über Tage andauern kann. Dann lässt sich die Zeit mit Baden in den heißen Quellen vertreiben oder man wandert zu erkalteten Lavafeldern die zum Teil aus Felsen bestehen die so groß wie Häuser sind.
Weitere Sehenswürdigkeiten des 12016 Hektar großen Vulkan Arenal Nationalparks sind der Vulkan Chato und der bei Windsurfern bekannte Arenal See. Der 124 Quadratkilometer große See entstand 1973 durch den Bau eines Staudamms zur Stromgewinnung. Bei Einheimischen und Touristen ist der See als Angelrevier beliebt.